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Heiligtum von Fatima

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Bericht der Erscheinungen

Bericht der Erscheinungen

Offenbarungen im Jahr 1915

Im Jahr 1915, auf dem Monte do Cabeço, sahen Lucia und drei ihrer Gefährtinnen: Teresa Matias, ihre Schwester Maria Rosa und Maria Justino dreimal eine übernatürliche Erscheinung, während welcher es keine Worte oder Botschaft gab, die in ihren Erinnerungen wir folgt beschrieben werden:

„Kaum hatten wir angefangen [den Rosenkranz zu beten], als wir vor unseren Augen über den Bäumen wie in der Luft schwebend eine Gestalt sahen, ähnlich einer Statue aus Schnee, die durch die Sonnenstrahlen ein wenig durchsichtig wurde.

– Was ist das? – fragten meine Gefährtinnen ganz erschrocken.

– Ich weiß nicht.

Wir setzten unser Gebet fort, die Augen immer auf die besagte Gestalt gerichtet, die, sobald wir geendet hatten, verschwand“

Schwester Lucia spricht über Fatima, Fatima 2007, p. 80-81

 

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Engelszyklus: Engelserscheinungen im Jahr 1916

Erste Erscheinung des Engels

Ort: Loca do Cabeço, Pregueira nos Valinhos

Datum: Frühling 1916 

„– Habt keine Angst, ich bin der Engel des Friedens! Betet mit mir.

Er kniete sich auf die Erde und beugte seine Stirn bis zum Boden. Durch einen übernatürlichen Zwang mitgerissen, taten wir das gleiche und wiederholten die Worte, die wir ihn sprechen hörten:

– Mein Gott, ich glaube an Dich, ich bete Dich an, ich hoffe auf Dich und ich liebe Dich. Ich bitte Dich um Verzeihung für jene, die an Dich nicht glauben, Dich nicht anbeten, auf Dich nicht hoffen und Dich nicht lieben.

Nachdem wir das dreimal wiederholt hatten, erhob er sich und sagte:

– So sollt ihr beten! Die Herzen Jesu und Mariens erwarten eure flehentlichen Bitten.“

Schwester Lucia spricht über Fatima, S. 180 (IV. Erinnerung). Siehe auch Schwester Lucia spricht über Fatima, S. 82-83 (II. Erinnerung).

 

Zweite Erscheinung des Engels

Ort: Garten von Lucias Haus, am Arneiro-Brunnen

Datum: Sommer 1916 

„ – Was tut ihr? Betet! Betet viel! Die Herzen Jesu und Mariä haben mit euch Pläne der Barmherzigkeit vor. Bringt dem Allerhöchsten unaufhörlich Gebete und Opfer dar.
– Wie sollen wir Opfer bringen? – fragte ich.
– Macht aus allem, was ihr könnt, ein Opfer zur Sühne für die Sünden, durch die Er beleidigt wird und als Bitte um die Bekehrung der Sünder. So werdet ihr den Frieden auf euer Vaterland herabziehen. Ich bin sein Schutzengel, der Engel Portugals. Vor allem nehmt die Leiden, die euch der Herr schicken wird, in Ergebung an und tragt sie geduldig

Schwester Lucia spricht über Fatima, S. 182-183 (IV. Erinnerung)

 

Dritte Erscheinung des Engels

Ort: Loca do Cabeço

Datum: Herbst 1916

„ […] Er hielt einen Kelch in der Hand, darüber eine Hostie, aus der Blutstropfen in den Kelch fielen. Er ließ den Kelch und die Hostie in der Luft schweben, kniete sich auf die Erde nieder und wiederholte dreimal das Gebet:
– Heiligste Dreifaltigkeit, Vater, Sohn und Heiliger Geist, in tiefer Ehrfurcht bete ich Dich an, und opfere Dir auf den kostbaren Leib und das Blut, die Seele und die Gottheit Jesu Christi, gegenwärtig in allen Tabernakeln der Erde zur Wiedergutmachung für alle Schmähungen, Sakrilegien und Gleichgültigkeiten, durch die Er selbst beleidigt wird. Durch die unendlichen Verdienste Seines Heiligsten Herzens und des Unbefleckten Herzens Mariens bitte ich Dich um die Bekehrung der armen Sünder.
Dann erhob er sich und ergriff wieder Kelch und Hostie. Die Hostie reichte er mir, den Inhalt des Kelches gab er Jacinta und Francisco zu trinken mit den Worten:
– Empfangt den Leib und trinkt das Blut Jesu Christi, der durch die undankbaren Menschen so furchtbar beleidigt wird. Sühnt ihre Sünden, tröstet euren Gott! Dann kniete er sich erneut auf den Boden und sprach mit uns dreimal dasselbe Gebet: Allerheiligste Dreifaltigkeit usw. »

Schwester Lucia spricht über Fatima, S. 183-184 (IV. Erinnerung).

 

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Marienzyklus: Erscheinungen unserer Lieben Frau im Jahr 1917

Erste Erscheinung Unserer Lieben Frau

Ort: Cova da Iria

Datum: 13. Mai 1917

„– Habt keine Angst! Ich tue euch nichts Böses! 
– Woher kommen Sie? – fragte ich sie. 
– Ich bin vom Himmel! 
– Und was wollen Sie von mir? 
– Ich bin gekommen, euch zu bitten, dass ihr in den folgenden sechs Monaten, jeweils am Dreizehnten zur selben Stunde hierherkommt. Dann werde ich euch sagen, wer ich bin und was ich will. Ich werde danach noch ein siebtes Mal hierher zurückkehre.
[- Können Sie mir sagen, ob der Krieg noch langeandauern wird oder bald zu Ende ist?
- Das kann ich dir nicht sagen bevor ich dir auch nicht gesagt habe, was ich will.]
– Komme ich auch in den Himmel?
– Jawohl!
– Und Jacinta?
– Auch!
– Und Francisco? 
– Auch, aber er muss noch viele Rosenkränze beten.
[…]
– Ist Maria das Neves schon im Himmel?
– Jawohl. 
– Und Amelia?
– Sie bleibt bis zum Ende der Welt im Fegfeuer. […]
– Wollt ihr euch Gott anbieten, um alle Leiden zu ertragen, die Er euch schicken wird, zur Sühne für alle Sünden, durch die Er beleidigt wird und als Bitte um die Bekehrung der Sünder? 
– Ja, wir wollen es!
 – Ihr werdet also viel leiden müssen, aber die Gnade Gottes wird eure Stärke sein!
Als sie diese letzten Worte sagte (die Gnade Gottes usw.), öffnete sie zum ersten Mal die Hände und übermittelte uns ein so starkes Licht, das wie ein Widerschein von ihren Händen ausging. Es drang uns in die Brust und bis in die tiefste Tiefe der Seele und wir er- kannten uns selber in Gott, der dieses Licht war, viel klarer, als wir uns im besten Spiegel sehen konnten. Durch eine innere Anregung, die uns ebenfalls mitgeteilt wurde, fielen wir nun auf die Knie und wiederholten ganz innerlich:
– O Heiligste Dreifaltigkeit, ich bete Dich an. Mein Gott, mein Gott, ich liebe Dich im heiligsten Sakrament.
Nach einigen Augenblicken fügte Unsere Liebe Frau hinzu:
–  Betet täglich den Rosenkranz, um den Frieden der Welt und um das Ende des Krieges zu erlangen

Schwester Lucia spricht über Fatima, S. 186-187 (IV. Erinnerung); der Absatz in den eckigen Klammern gehört zur Befragung der Seherkinder durch den Gemeindepfarrer am 27. Mai 1917, in Documentação Crítica de Fátima. I, Heiligtum von Fatima 1992, S. 9

 

Zweite Erscheinung Unserer Lieben Frau

Ort: Cova da Iria

Datum: 13. Juni 1917

Anwesende Personen: 50 bis 60 Personen

„– Was wünschen sie von mir? – fragte ich.
– Ich möchte, dass ihr alle Tage den Rosenkranz betet und lesen lernt. Später sage ich euch, was ich möchte.
Ich bat um die Heilung eines Kranken.
– Wenn er sich bekehrt, wird er innerhalb eines Jahres gesund werden.
– Ich möchte Sie bitten, uns in den Himmel mitzunehmen.
– Ja! Jacinta und Francisco werde ich bald holen. Du aber bleibst noch einige Zeit hier. Jesus möchte sich deiner bedienen, damit die Menschen mich erkennen und lieben. Er möchte auf Erden die Verehrung meines Unbefleckten Herzens begründen. [Wer sie übt, dem verspreche ich das Heil, und die Seelen werden von Gott geliebt sein wie Blumen, die von mir hingestellt sind, um seinen Thron zu schmücken].
– Bleibe ich hier allein? – fragte ich traurig.
– Nein, mein Kind! Leidest du sehr? Lass dich nicht entmutigen. Niemals werde ich dich verlassen, mein Unbeflecktes Herz wird deine Zuflucht sein und der Weg, der dich zu Gott führen wird.
In dem Augenblick, als sie diese letzten Worte sagte, öffnete sie die Hände und übermittelte uns zum zweiten Male den Widerschein dieses unermesslichen Lichtes. Darin sahen wir uns wie in Gott versenkt. Jacinta und Francisco schienen in dem Teil des Lichtes zu stehen, der sich zum Himmel erhob, und ich in dem Teil, der sich über die Erde ergoss. Vor der rechten Handfläche Unserer Lieben Frau befand sich ein Herz, umgeben von Dornen, die es zu durchbohren schienen. Wir verstanden, dass dies das Unbefleckte Herz Mariä war, verletzt durch die Sünden der Menschheit, das Sühne wünscht

Schwester Lucia spricht über Fatima, S. 188 (IV. Erinnerung); in den eckigen Klammern befindet sich die Hinzufügung von Schwester Lucia in ihrem Brief von Tuy, vom 17. Dezember 1927: siehe Erinnerungen der Schwester Lucia, S. 206, Anmerkung  14.

 

Dritte Erscheinung Unserer Lieben Frau

Ort: Cova da Iria

Datum: 13. Juli 1917

Anwesende Personen: zwischen 4000-5000 oder 2000-3000

„–– Was wünschen sie von mir? – fragte ich.
– Ich möchte, dass ihr am Dreizehnten des kommenden Monats wieder hierherkommt, dass ihr weiterhin jeden Tag den Rosenkranz zu Ehren Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz betet, um den Frieden für die Welt und das Ende des Krieges zu erlangen, denn nur sie allein kann es erreichen.
– Ich möchte sie bitten, uns zu sagen, wer sie sind, und ein Wunder zu tun, damit alle glauben, dass sie uns erscheinen.
– Kommt weiterhin jeden Monat hierher! Im Oktober werde ich euch sagen, wer ich bin und was ich wünsche, und werde ein Wunder tun, damit alle glauben.
[- Ich habe eine Bitte, dass sie eine Frau aus Pedrógão und eine Frau aus Fatima bekehren und dass sie einen Jungen aus Moita heilen.
Sie sagte, dass sie sie innerhalb eines Jahres bekehre und den Jungen heile.]
– Opfert euch auf für die Sünder und sagt oft, besonders wenn ihr ein Opfer bringt: O Jesus, das tue ich aus Liebe zu Dir, für die Bekehrung der Sünder und zur Sühne für die Sünden gegen das Unbefleckte Herz Mariens. Bei diesen letzten Worten öffnete sie aufs Neue die Hände wie in den zwei vorhergegangenen Monaten. Der Strahl schien die Erde zu durchdringen, und wir sahen gleichsam ein Feuermeer und eingetaucht in dieses Feuer die Teufel und die Seelen, als ob sie durchscheinend, schwarz und bronzefarbig glühende Kohlen in menschlicher Gestalt waren, die in diesem Feuer schwammen, emporgeschleudert von den Flammen, die mit Rauchwolken aus ihnen selbst hervorschlugen. Sie fielen nach allen Seiten wie Funken bei gewaltigen Bränden, ohne Schwere und Gleichgewicht, unter Schreien und Heulen vor Schmerz und Verzweiflung, was uns erbeben und erstarren ließ. (Ich muss wohl bei diesem Anblick «ai» geschrien haben, wie es einige Leute angeblich gehört haben.) Die Teufel unterschieden sich durch die schreckliche und scheußliche Gestalt widerlicher, unbekannter Tiere. Sie waren aber durchscheinend wie schwarze, glühende Kohle.
Erschrocken und wie um Hilfe bittend erhoben wir den Blick zu Unserer Lieben Frau, die voll Güte und Traurigkeit zu uns sprach: – Ihr habt die Hölle gesehen, wohin die Seelen der armen Sünder kommen. Um sie zu retten, will Gott die Andacht zu meinem Unbefleckten Herzen in der Welt begründen. Wenn man tut, was ich euch sage, werden viele Seelen gerettet werden, und es wird Friede sein. Der Krieg geht seinem Ende entgegen. Wenn man aber nicht auf- hört, Gott zu beleidigen, wird unter dem Pontifikat von Pius XI. ein anderer, schlimmerer Krieg beginnen. Wenn ihr eine Nacht erhellt seht durch ein unbekanntes Licht, dann wisst, dass dies das große Zeichen ist, das Gott euch gibt, dass er nun die Welt für ihre Missetaten mit Krieg, Hungersnot, Verfolgung der Kirche und des Heiligen Vaters strafen wird. Um das zu verhüten, werde ich kommen und um die Weihe Russlands an mein Unbeflecktes Herz und die Sühnekommunion an den ersten Samstagen bitten. Wenn man auf meine Wünsche hört, wird Russland sich bekehren, und es wird Friede sein; wenn nicht, dann wird es seine Irrlehren über die Welt verbreiten, wird Kriege und Verfolgungen der Kirche heraufbeschwören, die Guten wer- den gemartert werden und der Heilige Vater wird viel zu leiden haben. Verschiedene Nationen werden vernichtet werden. Am Ende aber wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren. Der Heilige Vater wird mir Russland weihen, das sich bekehren wird und eine Zeit des Friedens wird der Welt geschenkt werden. In Portugal wird sich immer das Dogma des Glaubens erhalten {Nach den zwei Teilen, die ich schon dargestellt habe, haben wir links von Unserer Lieben Frau etwas oberhalb einen Engel gesehen, der ein Feuerschwert in der linken Hand hielt; es sprühte Funken, und Flammen gingen von ihm aus, als sollten sie die Welt anzünden; doch die Flammen verlöschten, als sie mit dem Glanz in Berührung kamen, den Unsere Liebe Frau von ihrer rechten Hand auf ihn ausströmte: den Engel, der mit der rechten Hand auf die Erde zeigte und mit lauter Stimme rief: Buße, Buße, Buße! Und wir sahen in einem ungeheuren Licht, das Gott ist: „etwas, das aus- sieht wie Personen in einem Spiegel, wenn sie davor vorübergehen” einen in Weiß gekleideten Bischof „wir hatten die Ahnung, dass es der Heilige Vater war”. Verschiedene andere Bischöfe, Priester, Ordensmänner und Ordensfrauen einen steilen Berg hinauf- steigen, auf dessen Gipfel sich ein großes Kreuz befand aus rohen Stämmen wie aus Korkeiche mit Rinde. Bevor er dort ankam, ging der Heilige Vater durch eine große Stadt, die halb zerstört war und halb zitternd mit wankendem Schritt, von Schmerz und Sorge gedrückt, betete er für die Seelen der Leichen, denen er auf seinem Weg begegnete. Am Berg angekommen, kniete er zu Füßen des großen Kreuzes nieder. Da wurde er von einer Gruppe von Soldaten getötet, die mit Feuerwaffen und Pfeilen auf ihn schossen. Genauso starben nach und nach die Bischöfe, Priester, Ordensleute und verschiedene weltliche Personen, Männer und Frauen unterschiedlicher Klassen und Positionen. Unter den beiden Armen des Kreuzes waren zwei Engel, ein jeder hatte eine Gießkanne aus Kristall in der Hand. Darin sammelten sie das Blut der Märtyrer auf und tränkten damit die Seelen, die sich Gott näherten.}
Davon sagt niemandem etwas; Francisco könnt ihr es mitteilen.
Wenn ihr den Rosenkranz betet, dann sagt nach jedem Gesetz: „O mein Jesus, verzeihe uns unsere Sünden, bewahre uns vor dem Feuer der Hölle, führe alle Seelen in den Himmel, besonders jene, die Deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen“.
Darauf folgte ein Augenblick des Schweigens und ich fragte:
– Wünschen sie sonst nichts mehr von mir?
– Nein, heute will ich nichts mehr von dir.»

Schwester Lucia spricht über Fatima, S. 189-190 (IV. Erinnerung); in den eckigen Klammern befindet sich ein Teil der Befragung des Gemeindepfarrers von Fatima, vom 14. Juli 1917, in Documentação Crítica de Fátima. I, S. 13-15; in den geschwungenen Klammern befindet sich der berühmte dritte Teil des Geheimnisses von Fatima (Schwester Lucia spricht über Fatima, p. 227).

 

Vierte Erscheinung Unserer Lieben Frau

Ort: Valinhos

Datum: 19 August 1917

Anwesende Personen: (am 13.): zwischen 15000-18000, auch wenn einige Schriften von lediglich 5000 ausgehen

„– Was wünschen sie von mir?
– Ich will, dass ihr am Dreizehnten zur Cova da Iria kommt und dass ihr weiterhin täglich den Rosenkranz betet. Im letzten Monat werde ich ein Wunder wirken, damit alle glauben. [Wenn Sie nicht mit Dich nicht mitgenommen hätten, würde das Wunder noch grösser sein; der Hl. Joseph würde mit dem Jesuskind kommen um der Welt Frieden zu bringen und Unser Herr würde kommen, um das Volk zu segnen, Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz würde mit je einem Engel an jeder Seite kommen und Unsere Liebe Frau mit einem Blumenkranz um sie herum.]
– Was sollen wir mit dem Geld machen, das die Leute in der Cova da Iria lassen?
– Man soll zwei Traggestelle anfertigen lassen. Du wirst mit Jacinta und zwei weißgekleideten Mädchen das eine tragen, Francisco mit drei Jungen das andere. Das Geld auf den Gestellen ist für das Fest Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz bestimmt, der Rest für die Kapelle, die man errichten wird.
– Ich bitte sie, einige Kranke zu heilen.
– Ja, ich werde im Laufe des Jahres einige gesund machen.
– Betet, betet viel und bringt Opfer für die Sünder, denn viele Seelen kommen in die Hölle, weil sich niemand für sie opfert und für sie betet. Und wieder erhob sie sich wie gewöhnlich in Richtung Osten»

Schwester Lucia spricht über Fatima, S. 191-192 (IV. Erinnerung); in den eckigen Klammern befindet sich ein Teil der Befragung des Gemeindepfarrers von Fatima, vom 27. August 1917, in Documentação Crítica de Fátima. I, S. 1717.

 

Fünfte Erscheinung Unserer Lieben Frau

Ort: Cova da Iria

Datum: 13 de Setembro de 1917

Anwesende Personen: zwischen 20000-30000

«- Betet weiterhin den Rosenkranz, [dass sie den Krieg besänftige] um das Ende des Krieges zu erlangen, [denn der Krieg geht zu Ende]. Im Oktober wird auch Unser Herr kommen, Unsere Liebe Frau von den Schmerzen und vom Karmel, der Heilige Josef mit dem Jesuskind, um die Welt zu segnen. Gott ist mit euren Opfern zufrieden, aber Er will nicht, dass ihr mit dem Strick schlaft. Tragt ihn nur tagsüber.
– Man hat mich gebeten, vieles von ihnen zu erflehen: die Heilung einiger Kranker und die eines Taubstummen.
– Ja, einige werde ich heilen, andere nicht. Im Oktober werde ich ein Wunder wirken, damit alle glauben.[- Das Volk hätte hier gerne eine kleine Kapelle.
- [Aus] der Hälfte des Geldes, dass ihr bis heute gesammelt habt, fertigt zwei Traggestelle an und gebt diese Unserer Lieben Frau des Rosenkranzes; die andere Hälfte ist für die Errichtung der Kapelle bestimmt.
Ich hielt ihr zwei Briefe und eine kleine Flasche Parfüm hin.
- Das gab man mir, falls sie das haben wollen.
- Das brauche ich im Himmel nicht..]»

Schwester Lucia spricht über Fatima, S. 193 (IV. Erinnerung); in den eckigen Klammern befindet sich ein Teil der Befragung des Gemeindepfarrers von Fatima, vom 15. September 1917, in Documentação Crítica de Fátima. I, S 21-22.

 

Sechste Erscheinung Unserer Lieben Frau

Ort: Cova da Iria

Datum: 13 de Outubro de 1917

Anwesende Personen: zwischen 50000-70000

„– Was wünschen sie von mir?
– Ich möchte dir sagen, dass hier eine Kapelle zu meiner Ehre gebaut werden soll. Ich bin Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz. Man soll weiterhin täglich den Rosenkranz beten. Der Krieg geht zu Ende [heute noch], und die Soldaten werden in Kürze nach Hause zurückkehren.
– Ich wollte sie um vieles bitten: ob sie einige Kranke heilen und einige Sünder bekehren möchten, und vieles mehr.
– Einige ja, andere nicht. Sie müssen sich bessern und um Vergebung ihrer Sünden bitten.
Und noch trauriger sagte sie:
– Man soll Gott unsern Herrn nicht mehr beleidigen, der schon so sehr beleidigt worden ist {Wenn das Volk sich ändert, endet der Krieg, und wenn es sich nicht ändert, endet die Welt.}
[Wünschen sie sonst nichts mehr von mir?
– Nein, heute will ich nichts mehr von dir.]
Sie öffnete die Hände und ließ sie im Sonnenschein erstrahlen. Während sie sich erhob, strahlte ihr eigenes Licht in der Sonne wider.
[…]
Nachdem Unsere Liebe Frau in der unendlichen Ferne des Firmaments verschwunden war, sahen wir dann neben der Sonne den heiligen Josef mit dem Jesuskind und Unsere Liebe Frau in Weiß gekleidet mit einem blauen Mantel. Der heilige Josef mit dem Jesuskind schien die Welt mit einer Handbewegung in Kreuzesform zu segnen. Kurz darauf verschwand diese Erscheinung. Dann sahen wir Unseren Herrn und Unsere Liebe Frau. Ich hatte den Eindruck, es sei Unsere Liebe Frau von den Schmerzen. Unser Herr schien die Welt in der gleichen Weise zu segnen wie der heilige Josef. Diese Erscheinung verschwand, und ich meine wohl, dass ich auch noch Unsere Liebe Frau vom Karmel gesehen hab“

Schwester Lucia spricht über Fatima, S. 194 (IV. Erinnerung); in den eckigen Klammern befindet sich ein Teil der Befragung des Gemeindepfarrers von Fatima, vom 16. Oktober 1917, in Documentação Crítica de Fátima. I, S 24 und in den geschwungenen Klammern befindet sich die Befragung durch Dr. Formigão, in Documentação Crítica de Fátima. I, S. 142.

 

Siebte Erscheinung Unserer Lieben Frau

Ort: Cova da Iria

Datum: 15. Juni 1921

Kontext: Tag vor der Abfahrt von Lucia in das Heim von Vilar

Bischof José traf um 1920-1921 ein erstes Mal mit Lucia zusammen und befragte sie über die Erscheinungen. Er schlug ihr vor, Fatima zu verlassen und nach Porto zu gehen, da sie dort nicht bekannt wäre.
Aus dem Tagebuch von Schwester Lucia:

„Als ich wieder in Fatima war, bewahrte ich mein Geheimnis unversehrt, die Freude jedoch, die ich verspürte, als ich mich vom Herrn Bischof verabschiedete, dauerte nur kurze Zeit.  Ich dachte an meine Familienangehörigen, ans Elternhaus, an die Cova da Iria, an Cabeço, an Valinhos, na den Brunnen…  Und jetzt sollte ich alles verlassen, auf einmal für immer? Ich weiß auch nicht genau, wohin ich gehen soll? Ich hatte dem Bischof zugesagt, jetzt aber gehe ich nochmals zu ihm, es täte mir leid, ich möchte nicht von Fatima weggehen.»

Sie befand sich in diesem Kampf, als sie zur Cova da Iria ging::

„So besorgt warst Du und stiegst noch einmal auf die Erde herab und ich verspürte Deine freundschaftliche und mütterliche Hand, die mich in meinem Schatten berührte. Ich erhob meinen Blick und sah Dich, Du warst es, die Gesegnete Mutter, die mir die Hand gab und mir den weg zeigte. Deine Lippen öffneten sich und der süße Klang Deiner stimme stellte das Licht und den Frieden in meiner Seele wieder her: „Hier bin ich das siebte Mal, geh, folge dem Weg, den Dich der Herr Bischof führen will. Das ist Gottes Wille“
Dann wiederholte ich mein ‘Ja’. Es geschah noch viel bewusster als damals am 13. Mai 1917. Und als Du Dich erneut zum Himmel erhobst, ging durch meinen Geist wie in einem raschen Blick die ganze Reihe der Wunder vorüber, die an diesem Ort vor fast vier Jahren zur Erwägung geschenkt worden waren."

Mitteilungsblatt Die Seligen Francisco und Jacinta, Januar-März 2006.

 

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Herz-Mariä-Zyklus, von 1925 bis 1929

Erscheinung Unserer Lieben Frau

Ort: in ihrem Zimmer, in Pontevedra

Datum: 10. Dezember 1925

„Am 10. Dezember 1925 erschien die Heiligste Jungfrau in Pontevedra und seitlich, in einer leuchtenden Wolke, ein Kind. Die Heiligste Jungfrau legte ihr die Hand auf die Schulter und zeigte ein von Dornen umgebenes Herz, das sie in der anderen Hand hielt.
Das Kind sagte:
– Habe Mitleid mit dem Herzen deiner heiligsten Mutter, umgeben von Dornen, mit denen die undankbaren Menschen es ständig durchbohren, ohne dass jemand einen Sühneakt machen würde, um sie herauszuziehen. Darauf sagte die Heiligste Jungfrau:
– Meine Tochter, sieh mein Herz umgeben von Dornen, mit denen es die undankbaren Menschen durch ihre Lästerungen und Undankbarkeiten ständig durchbohren. Bemühe wenigstens du dich, mich zu trösten und teile mit, dass ich verspreche, all jenen in der Todesstunde mit allen Gnaden, die für das Heil dieser Seelen notwendig sind, beizustehen, die fünf Monate lang jeweils am ersten Samstag beichten, die heilige Kommunion empfangen, einen Rosenkranz beten und mir während 15 Minuten durch Betrachtung der 15 Rosenkranzgeheimnisse Gesellschaft leisten in der Absicht, mir dadurch Sühne zu leisten."

Brief von Schwester Lucia, aus Tuy, mit dem Datum vom 17. Dezember 1927, in Schwester Lucia spricht über Fatima, S. .

 

Erscheinung des Jesuskindes

Ort: im Garten, in Pontevedra

Datum: 15. Februar 1926

„Als ich am 15.2.1926 wie gewöhnlich, dorthin kam, [um den Abfallsammler zu entleeren] fand ich wieder ein Kind dort, das dasselbe zu sein schien und fragte:
 – Hast du die himmlische Mutter um ihr Jesuskind gebeten?
Das Kind schaute zu mir und antwortete:
– Und hast du das in der Welt verbreitet, worum dich die himmlische Mutter bat?
Und es verwandelte sich in diesem Moment in ein strahlendes Kind. Als ich merkte, dass es Jesus war, sagte ich:
– Mein Jesus!  Du weißt es gut, was mein Beichtvater mir im Brief sagte, den ich Dir vorlas. Er sagte, es ist notwendig, dass diese Vision sich wiederhole, dass darauf Fakten folgen, damit man ihr Glauben schenke, und dass die Mutter Oberin dieses Geschehen allein nicht verbreiten kann.
– Es ist wahr, dass die Mutter Oberin allein nichts vermag; sie  kann aber alles mit meiner Gnade. Es genügt, dass dir dein Beichtvater die Ermächtigung gibt und deine Oberin die Andacht einführt, ohne dass man weiß, wem sie geoffenbart worden ist.
– Mein Beichtvater aber sagte mir im Brief, dass diese Andacht in der Welt nicht fehlt, weil viele Seelen Dich zu Ehren Unserer Lieben Frau und der 15 Rosenkranzgeheimnisse an den ersten Samstagen empfangen.
– Es ist wahr, meine Tochter, dass viele Seelen beginnen, aber nur wenige bleiben bis zum Schluss treu und jene die ausharren, tun es nur, um die dort versprochenen Gnaden zu erhalten. Diejenigen Seelen, welche die fünf ersten Samstage eifrig und in der Absicht halten, um dem Herzen deiner himmlischen Mutter Sühne zu leisten, sind mir wohlgefälliger als jene, die dies fünfzehnmal in Lauheit und Gleichgültigkeit tun.
{Mein Jesus! Viele Seelen haben Schwierigkeiten, am Samstag zu beichten. Und wenn Du erlaubst, dass die Beichte acht Tage lang gültig sein möge?
– Ja, es kann sogar viel länger sein, vorausgesetzt, dass sie im Stande der Gnade sind, wenn sie mich empfangen, und dass sie die Absicht haben, dem Unbefleckten Herzen Mariens Sühne zu leisten.
– Mein Jesus, und wenn jemand vergisst, diese Meinung zu erwecken?
– Das können sie bei der nächsten Beichte tun, sofern sie die erste Gelegenheit wahrnehmen, die sie zur Beichte haben}»

Brief von Lucia an Mons. Pereira Lopes, ihren Beichtvater, in Schwester Lucia spricht über Fatima, S. 206-207; vollständige Version in António Maria Martins, Cartas da Irmã Lúcia, Livraria Apostolado da Imprensa, Porto 1979, S. 86.

 

Erscheinung der Heiligen Dreifaltigkeit und Unserer Lieben Frau

Ort: in der Kapelle, in Tuy

Datum: 13. Juni 1929

„Nur das ewige Licht brannte. Plötzlich erhellte sich die ganze Kapelle durch ein übernatürliches Licht, und auf dem Altar erschien ein Kreuz aus Licht, das bis zur Decke reichte.
In einem klareren Licht sah man im oberen Teil des Kreuzes das Antlitz und den Oberkörper eines Menschen, über der Brust eine Taube, ebenfalls aus Licht, und an das Kreuz genagelt den Körper eines anderen Menschen. Ein wenig unterhalb der Taille, in der Luft schwebend, sah man den Kelch und eine große Hostie, auf die einige Tropfen Blut fielen, die vom Angesicht des Gekreuzigten und aus einer Brustwunde herabliefen.
Von der Hostie herabgleitend fielen diese Tropfen in den Kelch.
Unter dem rechten Arm des Kreuzes stand Unsere Liebe Frau. Es war Unsere Liebe Frau von Fatima mit ihrem Unbefleckten Herzen in der linken Hand ohne Schwert und Rosen, jedoch mit einer Dornenkrone und Flammen...
Unter dem linken Arm des Kreuzes bildeten einige große Buchstaben, die auf den Altar zuliefen, gleichsam als wären sie aus kristallklarem Wasser, die Worte: «Gnade und Barmherzigkeit.»
Ich verstand, dass mir das Geheimnis der Heiligsten Dreifaltigkeit gezeigt worden war, und empfing Erleuchtungen über dieses Geheimnis, die zu offenbaren mir nicht gestattet ist.
Anschließend sagte mir Unsere Liebe Frau:
– Es ist der Augenblick gekommen, in dem Gott den Heiligen Vater auffordert, in Vereinigung mit allen Bischöfen der Welt die Weihe Russlands an mein Unbeflecktes Herz zu vollziehen. Er verspricht, es durch dieses Mittel zu retten. So viele Seelen werden von der Gerechtigkeit Gottes wegen der Sünden verdammt, die gegen mich begangen werden, so dass ich um Sühne bitte: Opfere dich in dieser Meinung auf und bete.
Ich berichtete das meinem Beichtvater, der mir auftrug, niederzuschreiben, was Unsere Liebe Frau wünschte. Viel später beklagte sich U. L. Frau mittels einer intimen Mitteilung:
– Wollten sie meiner Bitte kein Gehör schenken? Wie der König von Frankreich, werden sie bereuen, aber es wird zu spät sein. Russland wird seine Irrlehren über die Welt verbreiten, Kriege und Verfolgungen der Kirche hervorrufen. Der Heilige Vater wird zu leiden haben.“

Beschreibung von Schwester Lucia na P. José Bernardo Gonçalves, ihren Beichtvater, in Schwester Lucia spricht über Fatima, S. 210; vgl. A. M. Martins, Cartas da Irmã Lúcia, S. 77-78

ZEITTAFEL

Messe

Messe, auf Portugiesisch, in der Basilika Unserer Lieben Frau des Rosenkranzes von Fatima

07h30 - 08h30
Rosenkranz

Rosenkranz, in der Erscheinungskapelle

12h00 - 12h30

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